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Barorezeptor-Aktivierungstherapie
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Barorezeptor-Aktivierungstherapie

Barorezeptoren sind körpereigene Sensoren, die eine wichtige Rolle in der Blutdruckeinstellung spielen. Ein wichtiges Zentrum dieser Barorezeptoren befindet sich an der Halsschlagader. Die Barorezeptor-Aktivierungstherapie nutzt diesen körpereigenen Regelkreis zur Blutdrucksenkung über eine Stimulation dieser Sensoren.

Die Therapie wird bei Patienten mit besonders schwer einstellbarem Bluthochdruck, der sogenannte therapierefraktären Hypertonie angewendet. Bei diesem Verfahren wird ein Stimulator (ähnlich einem Herzschrittmacher, siehe Abbildung) unterhalb des Schlüsselbeins operativ eingelegt. Eine kleine, punktförmige Elektrode wird an der Außenwand der Halsschlagader festgenäht und durch ein dünnes Kabel, das unter der Haut verläuft, mit dem Stimulator verbunden. Diese Operation dauert ca. eine Stunde. Durch Stimulation der Barorezeptoren an der Aufzweigung der Halsschlagader werden die körpereigenen, blutdrucksteigernden Signale unterdrückt und der Blutdruck gesenkt. Die Stimulationsstärke wird so gewählt, dass sie vom Patienten nicht wahrgenommen wird, aber dennoch eine ausreichende Blutdrucksenkung erfolgt. Bei Bedarf kann die Einstellung des Stimulators jederzeit angepasst werden, so dass für jeden Patienten individuell die optimale Konfiguration gewählt werden kann.

Das Universitäre Hypertoniezentrum Köln ist für diese besondere Therapieform eines der weltweit führenden Zentren. Somit besteht nicht nur bei der Durchführung des Eingriffs, sondern auch in der Nachsorge und der Feineinstellung dieser Therapie eine große Erfahrung.